Kopfkino Triathlon – Der Horror beim Laufen

Jetzt haben Sie also die Radstrecke erfolgreich hinter sich gebracht. Die letzten Meter waren wohl die einfachsten der ganzen Strecke, da sicherlich viele Zuschauer am Straßenrand ihnen aufmunternd zu rufen und sie anfeuern. Das Wechseln vom Rad zum Laufen ist natürlich etwas einfacher als der erste Wechsel. Sie sollten dennoch nicht die Konzentration verlieren. Jetzt sind sie dann endgültig zu Fuß auf der Langen Straße des Leidens angelangt.

CapitolaMan Triathlon 580Wer denkt, dass Triathleten das Laufen zum Schluss als erlösende Disziplin ansehen, liegt komplett falsch. Hier entwickelt sich das volle Horrorszenario dieses Sports. Hier spürt man jeden Muskel hier Schmerzen alle Gliedmaßen und hier kommen die wirklich bösen Gedanken. Beim Radfahren haben wir schon den Tipp mit dem Lächeln erwähnt. Beim Laufen klappt das meistens nur sehr kurze Zeit und das Lächeln wird zu einer verzerrten Grimasse.

Um die negativen Gedanken aus ihrem Kopf zu vertreiben, helfen Gedankenspiele. Je nach Länge der Laufstrecke können Sie sich verschiedene Rechenaufgaben im Kopf zurechtlegen. Diese sollten natürlich nicht zu anspruchsvoll sein, da sie sonst unter Umständen sogar langsamer werden. Ein Beispiel für eine einfache Rechenaufgabe ist die Subtraktion. Fangen Sie zum Beispiel bei 1300 an und ziehen Sie immer 13 ab.

Dies hört sich einfach an, ist aber unter der physischen Anstrengung gar nicht so leicht. Was sie im Endeffekt tun ist, dass sie Ihr Gehirn auf eine falsche Fährte locken. Ihr Gehirn will Ihnen mitteilen, was wo alles weh tut. Es will ihnen sagen, dass sie doch besser mit dem Laufen aufhören sollten. Mit der einfachen Rechenaufgabe jedoch wird ihr Gehirn von den Schmerzen und den dummen Gedanken abgelenkt und konzentriert sich auf die Subtraktion von 13.

Wenn sie dann nach einigen Stunden endlich das Ziel erreicht haben wirkt der Zieldurchlauf wie ein Energieboost. Man ist einfach nur glücklich. Diese Zeit sollte man unbedingt genießen. Man muss sich mit den anderen Athleten über das Erreichte freuen, auch wenn man selbst vielleicht etwas hinter seinen gesteckten Zielen zurückgeblieben ist.

Eines ist sicher, nach dem Rennen ist vor dem Rennen.

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